***NEWS 16.02.19 "Freundeskreis freilebender Wölfe legt Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht in Hannover gegen den Beschluß des Oldenburger Verwaltungsgerichtes in Sachen GW717m ein!! *** SKANDAL! - Fakten und Kommentar zum Skandalbeschluss des Verwaltungsgerichts Oldenburg in Sachen Abschußverfügung gegen GW717m*** SKANDAL 15.02.19 Oldenburger Verwaltungsgericht befindet Abschußverfügung gegen GW717m für rechtmäßig - eine katastrophale Fehlentscheidung von vielleicht infernalischem Ausmaß !!- Ein Schlag ins Gesicht europäischen Rechts!! SKANDAL ***
16.02.2019 Gegen den vom Verwaltungsgericht Oldenburg gestern erlassenen desaströsen Beschluß wird der „Freundeskreis freilebender Wölfe“ Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht in Hannover einlegen. Über den Verlauf oder Fortgang wird zu gegebener Zeit informiert heisst es auf der Website des Vereins! Für die Einreichung der Beschwerde bleibt dem Verein lediglich eine Woche Zeit! 15.02.2019_II Fakten und Kommentar zur katastrophalen Fehlentscheidung des Oldenburger Verwaltungsgerichts i. S. Abschußverfügung durch das UM zu GW717m Hierzu zunächst die Pressemitteilungen des Umweltministeriums in Hannover und des Verwaltungsgerichts Oldenburg als Link und im Wortlaut. Im Anschluß die Kommentierung von „Artenschutz-Wolf“: PRESSEMITTEILUNG 15/2019 UM Hannover im Wortlaut: Umweltminister Olaf Lies: Rechtmäßigkeit der Ausnahmegenehmigung zum Rodewalder Wolf bestätigt Pressemitteilung 15/2019 Das Verwaltungsgericht Oldenburg hat mit Beschluss vom heutigen Tage den Antrag des Vereins „Freundeskreis freilebender Wölfe“ auf Gewährung einstweiligen Rechtsschutzes und damit auf Untersagung der Entnahme des Wolfsrüden GW717m des Rodewalder Rudels abgelehnt. Dazu sagt Minister Olaf Lies: „Das Gericht hat die Rechtmäßigkeit der Ausnahmegenehmigung bestätigt und ist unserer Argumentation vollumfänglich gefolgt. Es ist gut, dass wir jetzt durch den Beschluss des VG Oldenburg Klarheit haben. Zu weiteren Vollzugsmaßnahmen im laufenden Verfahren machen wir keine Angaben.“ Pressemitteilung des Verwaltungsgerichts Oldenburg im Wortlaut: Das Verwaltungsgericht Oldenburg lehnt Eilantrag der Wolfsschützer gegen die Abschussgenehmigung für den Rodewalder Wolfsrüden ab DIE 5. KAMMER DES VG OLDENBRG HAT MIT BESCHLUSS VOM 15. FEBRUAR 2019 - 5 B 472/19 - DEN EILANTRAG DES FREUNDESKREISES FREILEBENDER WÖLFE E.V. ABGELEHNT UND DABEI DIE RECHTMÄSSIGKEIT DER ABSCHUSSGENEHMIGUNG BESTÄTIGT. Die 5. Kammer des Verwaltungsgerichts Oldenburg hat mit Beschluss vom 15. Februar 2019 (Az. 5 B 472/19) den Antrag auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes des Freundeskreises freilebender Wölfe e.V. abgelehnt und dabei die Rechtmäßigkeit der Abschussgenehmigung bestätigt. Das Land Niedersachsen, in diesem Fall handelnd durch den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hat mit Ausnahmegenehmigung vom 23. Januar 2019 die zielgerichtete letale Entnahme (Abschuss) des sogenannten Rodewalder Rüden zugelassen. Die Genehmigung ist auf der homepage des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz veröffentlicht. Gegen die Ausnahmegenehmigung hat sich der Freundeskreis freilebender Wölfe e.V., eine vom Bund anerkannte Naturschutzvereinigung, gewandt. Dessen Eilantrag lehnte die 5. Kammer des Verwaltungsgerichts mit Beschluss vom heutigen Tage ab und bestätigte dabei die Rechtmäßigkeit der Ausnahmegenehmigung. Die Einwände der Wolfsschützer überzeugten das Gericht nicht. Der Verein habe nicht im Vorfeld des Erlasses der Ausnahmegenehmigung am Verwaltungsverfahren beteiligt werden müssen, weil ihm ein solches Recht nach der geltenden Rechtslage nicht zustehe. Der NLWKN habe auch in der Sache überzeugend dargelegt, dass und warum die strengen Voraussetzungen für die Zulassung einer Ausnahme nach § 45 Abs. 7 Satz 1 Nr. 1 BNatSchG vorliegen. Zu den bisher eingetretenen Schäden durch dem Rüden sicher zuzurechnende Risse habe es auch mögliche zukünftige Schäden zulässigerweise mit in die Betrachtung einbezogen. Dass die betroffenen Tierhalter möglicherweise Ausgleichszahlungen erhielten, ändere nichts am Eintritt bisheriger Schäden und der Prognose, dass zukünftig weitere Schäden durch Risse entstehen könnten. Zumutbare Alternativen zur Tötung des Tieres konnte auch das Gericht nicht erkennen. Eine Vergrämung, weitere Herdenschutzmaßnahmen oder eine Entnahme des Tieres mittels Narkose erschienen auch dem Gericht nicht zielführend bzw. unverhältnismäßig. Dieser Beschluss ist nicht rechtskräftig. Der Freundeskreis freilebender Wölfe e.V. kann Beschwerde beim Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht einlegen. Kommentierung der Skandalkatastrophenentscheidung - Artenschutz-Wolf: Man sagt ja Justitia sei blind… im Falle von GW717m ist sie aber wohl völlig erblindet und bedarf unabdingbarer und rascher Hilfe bei der Rückführung auf den rechten Weg. Dabei könnte z. B. ein Blindenführhund ausgezeichnete Dienste leisten! Olaf Lies hatte offenbar erschreckend leichtes Spiel eine Instanz wie das Verwaltungsgericht Oldenburg mit seinen lückenhaften „alternativen Fakten“ zu „überzeugen“. Es ist ja auch kein Kunststück wenn die Einwände der Wolfsschützer nicht überzeugen konnten?! Oder erst garnicht zum Tragen kamen?! Und dazu das Gericht wohl kaum Kompetenz in Sachen Wolf aufweisen dürfte!! Dieser Fall erinnert sehr stark an den von MT06 Kurti. Da hatte derzeit die Staatsanwaltschaft Hannover ebenfalls völlig blauäugig die Erklärungen des damaligen Umweltminster Wenzels für bare Münze genommen ohne und das habe ich schriftlich, es für nötig zu befinden Ermittlungen einzuleiten, ja sich nicht einmal die akribisch ermittelten Fakten und Argumentationen die ich damals lieferte, anzusehen. Exakt das gleiche Bildnis sehen wir hier wieder vor uns. Ein Gericht, dass offenbar glaubt einfach erklären zu können: „Das NLWKN habe überzeugend die Gründe nach § 45 (7) Satz 1 BNatSchG dargelegt…, Das Tierhalter Ausgleichszahlungen erhalten (die ja dafür gedacht sind - aber nur wenn geschütz wird), ändere nichts am Eintritt bisheriger Schäden - und untermauert diese Aussage mit fiktiven Annahmen von möglichen weiteren prognostizieren Schäden.“ Weiterhin sah es das Gericht als gegeben an: „Zumutbare Alternativen zur Tötung des Tieres nicht erkennen zu können. Eine Vergrämung, weitere Herdenschutzmaßnahmen oder die Entnahme mittels Narkose erschienen dem Gericht nicht zielführend bzw. unverhältnismäßig.“ Du liebe Güte, was sitzen dort doch für Wolfsexperten! Denen scheint es aber offenbar völlig egal zu sein, dass eben solche Maßnahmen vor einem Abschuß zu erfolgen haben - denn diese allein sind zielführend um Wolfsübergriffe so gut wie möglich zu verhindern. Nun, entscheidend ist aber, egal ob das Gericht heute so entschieden hat oder nicht, es wird gegen geltendes europäisches Recht und damit auch gegen das BNatSchG verstossen denn über dieses findet das europäische Recht und hier auch die FFH-Richtlinie Eingang und Anwendung in unser nationales Recht! Wie wir nun schon umfangreich und mehrfach die letzten Wochen über die Faktenlage berichtet haben, handelt Lies rechtswidrig, da und ich wiederhole mich hier gerne noch zigmal: In vielen Fällen fehlte im Fall von GW717m einfach schon der Wolfsgrundschutz (Mindestschutz), vielfach fehlt laut Nutztierrissliste sogar das Analyseergebnis „Wolf“ als Verursacher. Dazu kommt noch die aus offenkundiger Inkompetenz entspringende und vor selbiger nur so strotzende und daraus resultierende fehlerhafte Aussage des UMs das Rinderherden und Pferde keinen Schutz ausser dem der Herde selbst brauchen. Da kann ich nur sagen schauen Sie sich doch mal eine gute Natur-Dokumentation an Sie müssen nicht mal in die Natur selbst gehen. Dann sehen sie wie z. B. Bisons (=Wildrinder) sich in Formation aufstellen um Wölfe abzuwehren und dennoch Verluste hinnehmen müssen, riesige Elche werden gerissen! Wie kann man da so vermessen sein und annehmen, dass unsere schwächlicheren Hausrinder ohne Schutz auskommen würden. Man könnte sie allerdings leicht durch verstärkten Herdenschutz vor Wolfsübergriffen bewahren. Und offensichtlich muss man dies auch! Schliesslich sieht dies europäisches Recht auch eindeutig vor, ebenso wie Vergrämungsmaßnahmen! Nur gut, dass diese Entscheidung anfechtbar ist durch eine Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht in Hannover, die der „Freundeskreis freilebender Wölfe“ dort einlegen kann. Ich hoffe sie tun es schnell! Und ich hoffe dort sind dann keine Blindenführhunde notwendig und man erkennt die wahre Situation so dass diese ungeheure Fehlentscheidung des Verwaltungsgerichtes Oldenburg unverzüglich gekippt wird. Denn entgegensetzt der Aussage des Katastrophenumweltminister Lies, haben wir ganz und gar keine Klarheit. Nach Auffassung von Artenschutz-Wolf wird hier versucht eine von vornherein widerrechtliche Sache durch einen Gerichts Beschluß in eine rechtmäßige Sache zu verkehren! Artenschutz- Wolf und das W-I-S-Z-V stehen für sachliche Klärung jederzeit zur Verfügung. Sollte das UM jedoch jetzt den Wolf erschiessen lassen obwohl noch keine Rechtskraft besteht, wird diesseits umgehend Strafanzeige mit Strafantrag erhoben! 15.02.2019 SKANDAL! Verwaltungsgericht genehmigt den Abschuß von GW717m Lt. einem Radiobeitrag des NDR von 13.00 Uhr, hat das Verwaltungsgericht Oldenburg den Abschuß von GW717m genehmigt. Hannover habe alles eindeutig dargelegt. Der Abschuss sei rechtmäßig, der Freundeskreis freilebender Wölfe habe kein Recht darauf am Verfahren beteiligt zu sein. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Freundeskreis… kann noch Einspruch dagegen beim Oberverwaltungsgericht in Hannover einlegen. Ob dies geschieht ist fraglich! Da diese Meldung brandaktuell ist wird sich Artenschutz-Wolf später dazu äußern. Kommentar folgt!! Sicher ist, dass wir es hier erneut nach MT06 mit einem SKANDAL sondergleichen zu tun haben. Soviel zunächst, sobald mehr vorliegt werden wir berichten! 14.02.2019 Kommentierung der Ausschussunterrichtung durch UM Lies zu seinem geplanten Abschussvorhaben des Wolfes GW717m durch Christian Meyer als stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden und naturschutzpolitischen Sprecher der Grünen. Heute mal ganz kurz gefasst: „Treffer versenkt !!“ Sehr gute Kommentierung! Hier gehts zum Kommentar ! 13.02.2019 Das UM Schleswig-Holstein erklärt sich in einer Pressemeldung (190213) dahingehend, das Wolfsmanagement endlich verstärken und zusätzliche Präventionsmaßnahmen fördern zu wollen. Umweltminister Albrecht stellt mithin die Pläne für die nun geplante Weiterentwicklung des Wolfsmanagements in Schleswig-Holstein vor! Damit bestätigt diese heutige Pressemitteilung ganz eindeutig dass, was wir bisher auch schon im Zusammenhang mit der beabsichtigten Erschiessung von GW924m in Verbindung mit dem Herdenschutz und dem Wolfsmanagement feststellen konnten. Der Herden- bzw. Weidetierschutz in Schleswig-Holstein ist desolat. Desolat hoch zehn, weil er bisher sträflichst vernachlässigt wurde. Dem Wolf, den Wölfen wurde somit das „Schaf to Go“ auf der Weide geradezu hingebungsvoll dargeboten. Dies kann man nur als eine ganz massiv-ignorante „Schlamperei“ im Herdenschutz bzw. Wolfsmanagement bezeichnen, denn es war und ist bekannt, das es Wölfe in Schleswig-Holstein gibt - und GW924m soll dies politisch- menschliche Versagen nun ausbaden. Das diese Schlamperei real existent ist liefert die in der Pressemeldung mitveröffentlichte Tabelle von Rissvorfällen in Dithmarschen selbst, eindrucksvoll gleich mit. Schaut   man   sich   dabei   mal   nur   die   Tabellenspalte   „Zäunung“   an!   Hier   sieht   man   durch   die   Bank   weg   nicht   ausgefüllte   Felder   bis   zum   Ende   der Tabelle   hin!   Warum   ist   das   so?   Die   Erklärung   liefert   die   Tabelle   am   Ende auch gleich mit. Diese   Felder   wären   nur   dann   befüllt,   wenn   dort   wolfssichere   Maßnahmen bestanden    hätten.    Haben    sie    aber    demnach    unmissverständlich    und eindeutig nicht. Somit ist die Ausnahmegenehmigung zum Abschuß von GW924m widerrechtlich, denn ohne echten wolfssicheren Herdenschutz ist ein Wolf der nur unzureichend bis eher garnicht gesicherte Weidetiere reisst, KEIN PROBLEMWOLF! Ferner wurden alle anderen vorher notwendigen Maßnahmen nicht durchgeführt. Ich kann diese Aussagen nur immer und immer wieder bekräftigen! 11 .02.2019 Das niedersächsísche Umweltministerium veröffentlicht im Rahmen einer Pressemitteilung (PM Nr. 12/2019) die „artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung zum Abschuß für den Rodewalder Rüden GW717m. Desweiteren eine Präsentation die Minister Lies im Umweltausschuss dazu gehalten hat. Hier der Link zur Pressemitteilung. Sowohl die Pressemitteilung als auch die Ausnahmegenehmigung weisen massive Schwachpunkte allein darin auf, dass keine wirklich stichhaltigen Fakten vorgetragen werden (können). Wenn man die Texte, auch wenn sie teils schön mit Kommentarnotationen versehen sind aktiv durchgeht, erkennt jeder halbwegs mit Verstand versehene Geist, dass hier unglaublich viel im Konjunktiv gearbeitet wird. Man redet dort also über ein faktenschwaches aber ganz konkretes Könnte sein… ein „definitives eventuell ist er beteiligt gewesen…“ und über ein „ganz bestimmt könnte irgendwann einmal oder aber auch nicht… ein erheblicher Schaden entstehen…“ sowie der gleichen Dinge dieser Art mehr. Tatsächliche Fakten werden dann weder bei der Anzahl der Risse noch in der Bezifferung eines notwenigen „erheblichen“ Schadens aufgezeigt, die zu einer solchen Ausnahmegenehmigung hätten führen können. Vom faktischen Wissen um den Wolf als Lebewesen selbst einmal ganz abgesehen. Denn wenn ein solches Wissen vorhanden wäre, würde man nicht irrwitzigerweise annehmen, das Rinderherden sich selbst tatsächlich real verteidigen können. Sicher, sie sind vielleicht wehrhafter als ein Schaf, aber dennoch gelingt es Wölfen in freier Wildbahn - und die ist auch rund um die „Weidetierinternierungslager“ vorhanden, ihr Beutespekturm welches von der Haselmaus bis zum Elch (deutlich größer und vor allem agressiver als Rinder) reicht, zu erlegen. Woher rührt dann nur diese unsinnige Behauptung mit den „Karate-Kid-Kühen?“ Mutmaßlich ist diese Behauptung aus dem Bereich der Cuxhavener „Killingfields“ für Wölfe entstanden. Denn dort wurde ja immer wieder behauptet man könne nicht zäunen, weil das Gelände zu unwegbar sei. Also war es eine feine, einfache Sache, die Kühe nominal mit dem „Schwarzen Gürtel“ auszustatten und sich selbst zu überlassen. Ist das denn rechtmäßig?! Nun immerhin bot dieses Handeln das Geschrei zum Abschuß der rinderreissenden Wölfe noch lauter erschallen zu lassen. Das gleiche perverse Spiel wiederholt sich gerade hier im Raum Nienburg. Wieder soll ein Wolf der töten muss um zu leben die ignorante Arroganz der Weidetierhalter und Politker mit dem Leben bezahlen? NEIN ! Die weiterhin beigefügte Präsentation ist der Ausnahmegenehmigung in Sachen „Irrationalität“ in jedem Fall ebenbürtig! (Sie finden im Übrigen beide Dokumente als PDF-Downloads rechts neben der Überschrift der Pressemitteilung, wenn Sie oben den Link benutzen). Die bei Wolfsrissen eigentlich unmittelbar folgend auszuführenden weiteren Maßnahmen wie den Herdenschutz zu verbessern, sei es vor allem mit wirksamen Herdenschutzhunden zu arbeiten oder die Zäune selbst mit elektrifizierten Litzen zu versehen und… und… und… sind Versäumnisse, auf die man hier verzichtet einzugehen. Ebenso verzichtet man hier gerne darauf öffentlich darzulegen das weder die DBBW oder gar zuständige Wolfsberater bei dieser Entscheidung mit einbezogen wurden. Ein Versäumnis jagt das nächste (beabsichtigte?) Versäumnis! Verflixt aber auch, dann kann ja aber auch nur der Wolf an allem Schuld haben. (Achtung an alle Wolfsgegner die diesen letzten Satz gelesen haben - es handelt sich um Sarkasmus!) 10. 02.2019 „Äste sind gefährlicher als Wölfe!“ Ein n-tv podcast mit dem Biologen Ulrich Wotschikowsky - zum Thema Wolf und Jägerschaft und Politik und Weidetierhaltung. Meinung der Redaktion „Sehr empfehlenswert“ für jeden Interessierten und besonders für die o. g. Personenkreise! Auch wenn man mit Ulrich Wotschikowsky und seinen teils stark wandelbaren Aussagen zum Thema Wolf heftig aneinander geraten kann, so bleibt eine gute „Aktion für den Wolf“ immer eine gute Aktion für den Wolf! Und eine solche Aktion ist eben dieser n-tv - Podacst, in dem Herr Wotschikowsky die Dinge und damit auch unsere Sichtweise (jedenfalls zu 90 %) zum Thema Wolf auf den Punkt bringt! Dankeschön dafür sagt Artenschutz-Wolf! Ich empfehle den Podcast sehr gern weiter, vor allem besonders an alle oben in der Überschrift genannten Gruppen! Diese könnten, wenn sie nur wollten etwas lernen! Aber bitte ganz genau zuhören! Zum n-tv - PODCAST ! 08.02.2019 Abschuss des Rodewalder Leitrüden ausgesetzt meldet der NDR !!! Grund ist demnach der Antrag auf „Einstweilige Verfügung“, des „Freundeskreis freilebender Wölfe“ gegen die Ausnahmegenehmigung zum Abschuß von GW717m durch den nds. UM Olaf Lies! Vielleicht ist dem „Freundeskreis“ endlich bewußt geworden, dass sie damals im Fall von MT06 alias „Kurti“ völlig versagt und jetzt etwas wieder gutzumachen haben. Damals ist aus unserer Sicht, die gesamte Lage falsch beurteilt worden und der damalige Umweltminister von Niedersachsen Stefan Wenzel (Grüne) gab MT06 zum Abschuss frei. Alle, aber auch ausnahmslos alle großen Naturschutzverbände, wie BUND, NABU, IFAW; WWF, Freundeskreis freilebender Wölfe, Gesellschaft zum Schutz der Wölfe hatten nichts anderes zu tun, als nach dem Abschuß kopfnickend der Tat unisono in einer gemeinsamen Erklärung / Stellungnahme zwar bedauernd, aber zuzustimmen. Vielfach wider besseren Wissens. Im gesamten Vorverlauf der Geschichte um MT06 die letztlich in der Erschießung des Wolfes endete, war von allen vorgenannten Organisationen nichts zu sehen oder zu hören was den Abschuß hätte verhindern können. Die Geschichte, können wir nicht mehr rückgängig machen, dafür aber mit aller Kraft Sorge tragen, dass die beiden jetzt ins Fadenkreuz der Politik und Lobbyisten egal welchen Lagers, gerückten Wölfe am leben bleiben! 07.02.2019 Umweltminister Lies (SPD) gerät immer mehr unter multidirektionalen „Beschuß“ ! Der ehemalige Landwirtschaftsminister und jetzige stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecher für Naturschutz, Bürgerrechte, Bauen, Regionalentwicklung und Medien - Christian Meyer (Grüne) fordert vom „noch“ amtierend agierenden UM Lies die Offenlegung der angeblich „stichhaltigen“ Beweise für seine Ausnahmegenehmigung zum Abschuß des Leitwolfes des Rodewalder Rudels! Es ist mehr als eine Wohltat zu sehen, dass es offenbar und ganz unzweifelhaft doch noch Politker gibt, die strikt rational denken und nach geltenden Rechtsnormen handeln. In der Pressemeldung Nr. 15 vom 06.02.2019 fordert der Grünenpolitiker und ehemalige niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne), Umweltminister Lies (SPD) auf, die „stichhaltigen Gründe“ für die Abschußgenehmigung des Rodewalder Leitwolfs offenzulegen. Meyer hegt offenbar gelinde gesagt mehr als starke Zweifel an Lies Aussagen zu den angeblichen Gründen - und zwar exakt kongruent mit unseren Ansichten! Er kritisiert den amtierenden Umweltminister in scharfer Form! Ein herzliches Dankeschön dafür von hier Herr Meyer, für einen realsichtigen Umgang mit dem Thema Wolf! Hier gehts zur Pressemitteilung ! 07.02.2019 Telefonaktion - Neue Runde des demokratischen Widerstands um die illegalen Abschußambitionen der zwei Umweltminister gegen die beiden Wölfe „GW924m“ und „GW717m“! Die Petition „Mit dem Menschen! - Für den Wolf“ startet ab sofort eine Telefonaktion. Gesprochenes Wort von Person zu Person - eine neue Ebene. Macht wieder alle mit! Denn Ihr seid die Petition! Mit Euren Stimmen lebt sie und kann den Erschiessungstod von zwei hochintelligenten und wertvollen Tieren verhindern!! Weder fachlich- sachliche Argumentationen unsererseits noch massive Krititk aus den eigenen Reihen der offiziellen Wolfsberater (siehe auch hier 02.02.2019 ) noch Euer herausragendes Engagement, haben in Niedersachsen Minister Lies dazu bisher veranlasst seinen illegalen Abschußbefehl zurückzunehmen. Er weigert sich nach wie vor beharrlich, die „Gründe“ für seine sich entladende „Schiesswut“ offenzulegen! Im Gegenteil, in einem NDR - Bericht schwadroniert Lies darüber, dass eine Gefahrenlage vorlag der die Genehmigung entsprang - er jetzt jedoch nichts weiter dazu sagen möchte, die Öffentlichkeit also mit Intransparenz blenden will, da diejenigen, die den Vollzug des Abschusses durchführen werden, offenbar selbst die „Hosen gestrichen voll“ haben. Man möge mir meine saloppe Ausdrucksweise in diesem Post bitte nachsehen, aber diese Leute lassen sich vor einen illegalen Karren eines illegal handelnden Ministers spannen und riskieren eine rechtliche Verfolgung durch die Justiz. Faszinierend und auch in dem Bericht auftauchend der populistisch massivst gegen den Wolf agierende „Chef“ der Landesjägerschaft - Helmut Dammann-Tamke (CDU / MdL). Er zeigt heute, wie damals, als man den Abschuß von MT06 schon nahen sehen konnte, das exakt gleiche Verhalten: „Große Klappe im Vorfeld, und immer wieder danach geifernd, den Wolf im Jagdrecht oder zum Abschuß freigegeben zu sehen“ Aber, wenn es dann soweit ist zieht dieser populistische Kleingeist armselig sein wahrscheinlich noch armseligeres „Waid-Mannsbild“ ganz schnell wieder ein und formuliert im Originalton: „Wir   empfehlen   unseren   Mitgliedern,   angesichts   der   Schärfe der   gesellschaftspolitischen   Diskussion,   die   nach   wie   vor   auch   um   den Abschuß     eines     einzelnen     Wolfes     sich     rankt,     sich     hier     aktiv     nicht einzubringen“ Einen größeren geistigen Brandstifter und üblerern feigen Heuchler, wie Sie Herr Dammann-Tamke habe ich bisher noch nicht ausmachen können. Das wird in diesem Bericht offensichtlich. Ach ja, da wären ja noch der Chefpolemiker der FDP Herr Gero Hocker (MdB) und für den Nienburger Raum der CDU- Landtagsabgeordnete Schmädeke. Das ist der Mann, der die Hatz auf den Rodewalder Leitrüden, ja das ganze Rudel, erst ins Laufen brachte und beständig befeuert! Obwohl die Weidetiere dort auch nicht wolfssicher gezäunt waren. Genauso ignorant und uneinsichtig gibt sich das schleswigholsteinische Umweltministerium mit Minister Albrecht an der Spitze. Allerdings im Gegensatz zu Niedersachsen wirkt das Verhalten in SH naiv-stümperhaft. Man beharrt stupide auf seiner vorgefertigten Meinung im Recht zu sein und damit „Feuer frei“ ! Nun ja, Herr Minister Albrecht es gibt sogenannte Rohrkrepierer und die gehen nach hinten los. Auch diese entnehmen letal. Politisch letal, allerdings den „Schützen“ - und der muss nicht zwangsweise den Abzug betätigen! Noch haben Sie die Zeit das zu ändern. Nehmen Sie den Abschussbefehl zurück !! Zur Aktions- Petition gehts hier oder via dem Telefon oben im Text! Infos zu den Telefonnummern erhaltet Ihr direkt dort!!! 04.02.2019 Zweite E-Mailaktionswelle der Petition „Mit dem Menschen! - Für den Wolf!“ startet gegen die ungerechtfertigten Abschußgenehmigungen von zwei Wölfen. Betroffen ist das Einzeltier der Wolf „GW924m“ in Schleswig- Holstein und der Leitrüde des Rodewalder Rudels in Niedersachsen „GW717m“. In beiden Fällen können wir davon ausgehen, dass die Abschußgenehmigungen zu Unrecht von den jeweiligen Ministern Jan Philipp Albrecht (Grüne / SH) und Olaf Lies (SPD / Nds.) erteilt wurden. Hier sollen wieder einmal Wölfe als Sündenböcke auf dem Altar für ignorante und arrogante Lobbypolitik der beiden Umweltministerien in den beiden Bundesländern zur Besänftigung der Weidetierhalter- Bauern- und Jägerlobby geopfert werden. - Einzig der offenbaren desolaten Herdenschutzsituation in Schleswig- Holstein - hier der Kreis Pinneberg - sind die Risse, die man dort „GW924m“ komplett anzulasten versucht, zu verdanken. Dies macht den Wolf dann aber noch nicht zum Problemwolf, der zum Abschuß freigegeben werden kann. Zumal sämtliche anderen vorab durchzuführenden Maßnahmen wie z. B. die Vergrämung unterblieben sind. Weiterhin erklärt das Umweltministerium selbst, dass ein „Wolf, der unzureichend geschützte Weidetiere reisst, nicht als Problemwolf anzusehen ist.“ Dieser Satz spiegelt genau den Sachverhalt wider, den wir im Fall „GW924m“ in SH vorfinden. Nur sogenannte Probelmwölfe können aber nach § 45 (7) BNatSchG entnommen werden. Da dies nach eigenen Worten seitens der Politik vor Ort aber nicht der Fall ist, MUSS Minister Albrecht die Abschußgenehmigung zurückzunehmen. - Im Fall von GW717m dem Leitrüden des Rodewalder Rudels, ist es leider so, dass er unglückseligerweise im „Revier des Möchtegernjäger - Ministers Olaf Lies“ seinen Lebensmittelpunkt hat. Das Lies bereits seit langem offenbar danach lechzt, endlich einen Wolf schiessen zu können ist kein Geheimnis. Der Druck der Weidetierlobby ist hier sehr hoch. Ob dies aber allein der Grund für seine fast schon irrwitzigen Abschußvisionen ist, wage ich zu bezweifeln, da er selbst uns, Herrn Olsson vom W-I-S-Z-V und mir bereits einmal in einem persönlichen Gespräch mitteilte, dass er aus dem ländlichen Bereich stamme und der Weidtierhaltung sehr verbunden ist. Da kann sich jetzt jeder selbst seinen Reim drauf machen. Für mich sind jedenfalls beides Sachverhalte, warum er schon fast manisch versucht hat den wie sich später zweifelsfrei herausgestellt hat, nichtexistenten Fall in Steinfeld doch noch einem Wolf anlasten zu wollen. Und dies, obwohl das Senckenberg-Institut einen Wolf zweifelsfrei als Verursacher für einen angeblichen Biss eines Friedhofsgärtners ausgeschlossen hatte. Wenn ihm das jedoch irgendwie doch noch gelungen wäre, hätte er bereis sein erstes Opfer gehabt um die Lobby ihm gegenüber milde zu stimmen! Aber letztlich geht es auch hier wie im Fall in Schleswig-Holstein darum, dass Weideiere gerissen wurden, die wohl nicht wirklich „wolfssicher“ gesichert waren. Auch wenn er dies zur Untermauerung seines Abschußbefehls anführt. Selbst eine großer Teil seiner eigen Wolfsberater stellen die rechtliche und die Schutzsituation bei den Rissvorfällen in Frage, die er zur Rechtfertigung für seine Entscheidung vorschiebt. Wenn Sie mehr erfahren wollen, lesen Sie auch die folgenden fünf weiteren Posts! WICHTIG IST JEDENFALLS; UNTERSTÜTZEN SIE - UNTERSTÜTZT UNS ALLE GEGEN DIE WEIDETIERHALTER- BAUERN- UND JÄGERLOBBY SOWIE DIE SIE SUPPORTENDEN POLITIKER! MACHT BEI DER JETZT ANLAUFENDEN E-MAIL-AKTION ALLE MIT: GEBT DEN WÖLFEN EURE UNTERSTÜTZUNG !!! DEN LIN K ZUR PETITION UND WEITEREN INFOS FINDET IHR; FINDEN SIE HIER: 03.02.2019 Artenschutz-Wolf und das Wolf-Informations-und Schutz-Zentrum-Vechta e. V. fordern gemeinsam massiv, die unverzügliche Rücknahme des unrechtmäßig erteilten Abschußbefehls für GW924m vom Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung Jan Philipp Albrecht (Grüne) - Schleswig-Holstein In einem gemeinsamen Papier fordern wir die sofortige und unverzügliche Rücknahme des vorgenannten Abschußbefehls. Für eine solche Forderung, liegen genügend ausreichende Gründe vor, bzw. lassen sich leicht aus zwei Dokumenten des UMs in SH herausziehen! Vielen Dank dafür an das UM! Dem eigentlichen Brief haben wir zwei integrative Kommentierungen hinzugefügt, die direkt in die zuvor besagten Dokumenten eingearbeitet wurden. Anhand der Kommentierungen sollte sich für jeden unsere Forderung zweifelsfrei nachvollziehen lassen. Wir haben Herrn Albrecht mit unserem Schreiben inklusive der beigefügten Kommentierungen die Möglichkeit gegeben, seine Entscheidung kurzfristig zu überdenken und zurückzunehmen. Die Dokumente erhielten ebenso zur Kenntnis der Bundeschef der Grünen Herr Habeck und der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein. Sowohl das Anschreiben an Herrn Minister Albrecht, als auch die beiden von uns kommentierten Publikationen des UM finden Sie am Ende dieses Textes als Download. Die Dokumente 02 und 03 welche die Priorität hierbei geniessen, sind die kommentierten Originaltexte - die Kommentierungen selbst, sind in blauer Schrift hinterlegt! Teils in Rot markierte Passagen sind hinweisgebend. Nachstehend geht es zu den Texten: 01_Das Anschreiben 02_Kommentierung der FAQs 03_Kommentierung der PM vom 31.01.2019 02 .02.2019 Massiver Gegenwind aus den eigenen Reihen! - Offener Brief von 16 offiziellen Wolfsberaterinnen und Wolfsberatern zur offenbar ungerechtfertigten 2. Abschußgenehmigung eines Wolfes in Niedersachsen (GW717m - Leitwolf des Rodewalder Rudel) durch UM Olaf Lies (SPD)! Ganz unmissverständlich wird seitens dieses Personenkreises, die alle eine offizielle Funktion als Wolfsberater für das nds. Umweltministerium ausüben, unmissverständlich und knallhart nachgefragt, auf welchen Grundlagen, Sachlagen und Beweisen Minister Lies seine Entscheidung zum Abschuß von GW717m getroffen hat. Die Genehmigung erteilte er offenbar bereits am 23.01.2019. Zuständige Stellen wie das DBBW das u. a. für Beratungen auch gerade in solchen Problemlagen für Ministerien ins Leben gerufen wurde, der Arbeitskreis Wolf und auch eben die zuständigen Wolfsberater selbst wurden offensichtlich nicht vom Minister hinzugezogen und befragt. Augenscheinlich, ist man dort jedenfalls, wie sehr viele andere Personen und Personenkreise auch, nicht der Auffassung, dass die Entscheidung des Ministers rechtmäßig ist, da sie anscheinend OHNE Nachweise erfolgte. Ich möchte Ihnen den Brief hier 1:1 wiedergeben: Sehr geehrter Herr Minister Lies, Sie haben am 23.Januar 2019 der Ausnahmegenehmigung zur Entnahme des Wolfsrüden „GW717m“ zugestimmt, dies ist jetzt öffentlich geworden. Ein Abschuss kann nach BNatSchG. § 45 als Ausnahme vom strengen Schutz des Wolfes nur als letzte Maßnahme nach Ausschöpfung aller milderen Mittel und Nutzung aller Alternativen in Frage kommen. Im aktuellen Niedersächsischen Wolfskonzept steht auf Seite 26:„Hat ein Wolf gelernt die empfohlenen Präventionsmaßnahmen zum Schutz von Nutztieren zu überwinden, sind zumutbare Maßnahmen zur Verbesserung des Herdenschutzes erforderlich.“Seite 27: „Die Entnahme von Wölfen ist immer das letzte Mittel der Wahl und nur vorzunehmen, wenn alle anderen Mittel ausgeschöpft wurden.“ Wann und wo sind welche verbesserten, technischen Schutzmethoden zum Einsatz gekommen? Weiter ist im Nieders. Wolfskonzept zu lesen: „…jede einzelne Situation muss von Fachleuten beurteilt werden“ (S.27) Mit welcher Begründung haben Sie weder den AK Wolf noch die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) hinzugezogen? Wie sieht die fachliche Beurteilung der Mitarbeiter des Wolfsbüros aus? Darüber hinaus würde uns interessieren, wie oft der Rüde „GW717m“ tatsächlich als alleiniger Verursacher der Risse per DNA nachgewiesen wurde. Die Übersicht der Nutztierschäden des NLWKN weist in den allermeisten Fällen den Status „in Bearbeitung“ auf. Bei Übergriffen auf Schafe war in den überwiegenden Fällen kein wolfsabweisender Grundschutz vorhanden. Bei den Rindern sei kein Mindestschutz notwendig. Sie argumentieren, dass die Rinder ausreichend geschützt waren. Wie genau definieren Sie den ausreichenden Schutz? Wie waren die Rinder konkret geschützt?Wie erklären Sie, dass in Einzelfällen auch Rinder- und Pferdehalter Präventionsmaßnahmen gefördert bekommen, Sie auf der anderen Seite aber sagen, dass gar kein Schutz notwendig ist? Im Jahre 2017 wurden durch die DBBW die vermehrten Übergriffe auf Rinder im Landkreis Cuxhaven untersucht und besachkundet. Als Ergebnis wurde festgehalten, dass das Reißen von Rindern kein derart grundsätzlich auffälliges Verhalten darstellt, welches eine behördliche Abschussgenehmigung legitimieren würde. Laut Tierschutz-Nutztierhalterverordnung sind Nutztierhalter verpflichtet, ihre Tiere gegen Raubtiere zu schützen. Welche Schritte haben Sie unternommen, dass die Nutztierhalter dieser Verantwortung nachkommen?Es heißt: Die Ausnahmegenehmigung zum Abschuss des Rüden sei zur Abwendung von Schäden in der Weidewirtschaft erforderlich. Wie können Sie die im Gesetz geforderten erheblichen Schäden nachweisen? Wie hoch ist der Schaden, wie wurde er bemessen? In welcher Höhe wurden oder werden Billigkeitsleistungen an die Nutztierhalter gezahlt?Ferner ist nicht auszuschließen, dass bereits eine Verpaarung des Rüden mit der Fähe sattgefunden hat. Im Falle der Tötung des Rüden wäre die Konsequenz, dass die Fähe die neue Generation Welpen allein aufziehen müsste. Ebenfalls am Beispiel Landkreis Cuxhaven, konnte in der Vergangenheit ein massiver Anstieg der Nutztierrisse nach einem illegalen Abschuss eines Elterntieres beobachtet werden. Wie hoch ist die Gefahr, dass durch eine zerstörte Rudelstruktur die Nutztierschäden ansteigen? Sie sagen, dass der Wolfsrüde „GW 717m“ optisch von anderen Wolfsindividuen unterschieden werden kann. Welche optischen Merkmale zeichnen den Rüden aus, dass er zweifelsfrei erkannt werden kann? Als Wolfsberater stehen wir in unmittelbarem Austausch mit der Bevölkerung, mit den Nutztierhaltern. Um Fragen zum Thema sachgerecht beantworten zu können, ist es zwingend notwendig, dass von Ihnen die Faktenlage öffentlich, transparent dargelegt wird. Mit freundlichem Gruß Ulrike Kressel, Wolfsberaterin Landkreis Lüneburg Uwe Martens, Wolfsberater Landkreis Lüneburg Siegfried Kenner, Wolfsberater Landkreis Lüchow-Dannenberg Helge John, Wolfsberater Landkreis Celle Silas Neuman, Wolfsberater Landkreis Cuxhaven Katja Hildebrandt-Mertins, Wolfsberaterin, Landkreis Uelzen Volker Einhorn, Wolfsberater Landkreise Heidekreis, Uelzen, Lüchow- Dannenberg und Lüneburg Karsten Dörfer, Wolfsberater Landkreise Holzminden und Northeim Bärbel Pott-Dörfer,Wolfsberaterin Landkreise Holzminden und Northeim Matthias Vogelsang, Wolfsberater Landkreis Hameln-Pyrmont Michaela Molzahn, Wolfsberaterin, Landkreis Wesermarsch Marcus Säfken, Wolfsberater Wesermarsch Theo Grüntjens, Wolfsberater Landkreis Uelzen Stefanie Bergmann, Wolfsberaterin Landkreis Leer Lüder Richter,Wolfsberater Landkreis Peine Heiko Hellmann, Wolfsberater Landkreis Cuxhaven Kommentar von Artenschutz-Wolf Die von den Wolfsberaterinnen und Wolfsberatern vorgetragenen Kritikpunkte und daraus resultierenden Fragen sind zweifelsfrei sachlich- und fachlich kompetent und korrekt. Sie entsprechen auch meiner Auffassung der Rechtslage und der Art und Weise beim Umgang mit dem Wolf in Niedersachsen. Der Gegenwind für Lies wird rauer, denn seitens vieler anderer Politker, Pro-Wolf- Gruppen und Bürger wird die von UM Lies erteilte Abschußgenehmigung ebenfalls als widerrechtlich bewertet und die Rücknahme gefordert - auch wenn Minister Lies beteuert es sei alles geprüft und belegt. Dies ist eine Aussage, die ich persönlich diesem Herrn aus eigener Erfahrung im Umgang mit Aussagen von ihm nicht abkaufe. Sollte Minister Lies jedenfalls auf die Fragen aus den eigenen Reihen nicht antworten bzw. keine Nachweise liefern können, ist die Abschußgenehmigung nicht haltbar und muß in jedem Fall zurückgenommen werden. Letztlich wäre dann auch denkbar, dass dieses Handeln für Minister Lies weitere politische Konsequenzen haben könnte - müßte! In Sachen Artenschutz und der Handhabe beim Umgang mit dem Wolf ist Olaf Lies für mich untragbar! Er sollte seinen Hut nehmen. Gleiches gilt für seinen Amtskollegen in Schleswig-Holstein Jan-Philipp Albrecht! Es ist höchste Zeit! Ihr Jens Feeken 01.02.2019 Und der nächste Umweltminister erlässt Abschussgenehmgigung - Olaf Lies, (SPD) will den Leitrüden des Rodewalder Rudels erschiessen lassen Ebenso wie die Entscheidung seines schleswig-holsteinischen Amtskollegen, ist die Rechtmäßigkeit für die vom niedersächsischen Umweltministerium erteilte Ausnahmegenehmigung zum Abschuß des Wolfes mit der genetischen Kennung GW717m höchst fragwürdig und umstritten. Der Leitrüde, soll in der „letzten Zeit“ Rinder und Ponys gerissen haben. Wir reden hier von einem Kalb aus dem Frühjahr 2018, dass dem Rüden zugeschrieben wird, einem Alpaka (Sept. 2018) welches aber das gesamte Rudel wohl erlegt haben dürfte und einem Shetland-Pony aus dem Januar diesen Jahres. Das Ministerium und damit Olaf Lies stimmte dem Abschuß zu, weil der Rinderriss jetzt GW717m genetisch zugeordnet werden konnte. Ferner sollen die Rinder „ausreichend geschützt“ gewesen sein. Was auch immer „ausreichend geschützt“ aus dem Mund des Ministers bedeuten mag der sich in den letzten Wolfsvorkommnissen mehr als irrwitzig zu faktisch gesicherten Ergebnissen geäußert hat?! Wir konnten jedenfalls bisher nur unzureichend geschützte Weiden bei bis zu mehr als 90 Prozent aller von uns gesichteten Stücke feststellen. Also wieder mal der übliche Anblick, der menschliche Unzulänglichlkeit darstellt und dem Wolf zum Verhängnis gemacht werden soll. Auch besteht hier die Auffassung, dass bei weitem nicht alle Aspekte die zu dieser Entscheidung hätten führen können, Beachtung gefunden haben. Und erst recht wurden nicht alle milderen Mittel vorab ausgeschöpft. xSomit sind nicht alle Kriterien für diese Entscheidung erfüllt und der Abschuß wäre aus meiner Sicht und nach meiner Rechtsauffassung eine illegale Handlung und damit eine Straftat. Auch Ex-Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) ist hier der Auffassung, dass nicht alles seitens des UMs bedacht wurde und somit nicht alle Kriterien für eine solche Ausnahmegenehmigung erfüllt sind. Lies selbst, macht denselben Fehler, den auch sein Amtsvorgänger Stefan Wenzel (Grüne) im Fall MT06 (Kurti) damals begangen hat. Er schöpft nicht alle unabdingbar notwendigen Maßnahmen vor einem finalen Abschuß aus. Das heisst er unterläßt u. a. den Versuch der Vergrämung! Auch hier kleben wir quasi an dem Fall und werden weiter berichten und vor allem handeln! Gegebenenfalls ebenfalls mit Strafanzeige und Strafantrag gegen den Minister und alle daran betei ligten Personen! Zu diesem Thema
© Jens Feeken
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